Kinderspielzeug ist keine Frage der Quantität
von Andreas Mettler am 04.09.2008 Es gibt Kinderzimmer, die vielmehr den Spielzeugabteilungen der Kaufhäuser ähneln, als Orten, in denen der Nachwuchs die Möglichkeit findet, sich mit adäquatem Spielzeug fantasievolle Welten aufzubauen und im Rollenspiel mit den Geschwistern, Spielfreunden oder den Eltern soziale Interaktion zu erlernen. Wir leben in einer konsumorientierten Gesellschaft und an einem Überfluss an Spielmaterialien sind nicht immer nur die eigenen Eltern allein die Urheber: Geschenke von den Großeltern und anderen Verwandten zu allen denkbaren Anlässen füllen die Kinderzimmer und führen nicht selten zu einer Überversorgung an Kinderspielzeug. Doch häufig ist es eine einzelne Puppe, ein Plüschtier oder ein Baukasten, zu dem es dem Kind gelingt eine besondere Beziehung aufzubauen. Es liegt auch in der Hand der Eltern, das ungenutzte Spielzeug insoweit zu lagern, dass es dem Kind gelingt, ein gezieltes spielerisches Angebot über einen längeren Zeitraum hinweg adäquat zu nutzen um auch die gewünschten Erfolge in der motorischen und sozialen Entwicklung des Kindes zu erzielen. Ein solcher Weg kann auch für das Kind interessanter sein, als der ständige Wechsel der unterschiedlichen Angebote im eigenen Kinderzimmer, die das Kind überfordern und zur Folge haben, dass es dem Kind nicht mehr gelingt sich auf ein Spielzeug zu konzentrieren. Auch bei der Auswahl von Spielzeugen sind Eltern nicht machtlos. Es besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit der Verwandtschaft hochwertige Spielzeuge auszusuchen, sich abzusprechen und zu überlegen welches Spielzeug für das Kind in der nahen Zukunft interessante Optionen bietet, Spaß zu haben und das Kind in der gegenwärtigen Entwicklungsphase zu unterstützen.
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