Sind die Renten noch sicher?
von Andreas Mettler am 13.10.2008 Unabhängig von der Frage ob die Probleme mit der Rentenversicherung von den Politikern rechtzeitig erkannt und öffentlich diskutiert worden sind, sind die Sorgen um die Rentenkassen auch in der Altersentwicklung unserer Gesellschaft begründet. Ein neues Bewusstsein der gesunden Lebensweise, mehr als 60 Jahre ohne Krieg und ein zunehmend ausgefeilteres Gesundheitssystem haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen ein Lebensalter erreichen, das in früheren Jahrzehnten noch undenkbar schien. Gleichzeitig haben hohe finanzielle Belastungen für Familien mit Kindern, die Notwendigkeit der beiderseitigen Berufstätigkeit von Paaren sowie die wachsende Individualisierung der Menschen dazu geführt, dass sich immer weniger Einwohner Deutschlands dafür entschieden haben, das eigene Land um Nachwuchs zu bereichern. Auch als Einwanderungsland für hoch qualifizierte Arbeitskräfte schien Deutschland bislang nur bedingt attraktiv zu sein und so soll es uns nicht wundern, dass es absehbar scheint, dass eine immer geringere Zahl an berufstätigen Menschen eine immer größere Masse an Rentnern zu finanzieren haben werden. Das System der gesetzlichen Rente mag auch in Zukunft Bestand haben. Doch muss der „Kuchen“ in der Zukunft auf mehr Rentenbezieher aufgeteilt werden, insofern man die arbeitende Generation nicht über Gebühr mit den Beiträgen zur Rentenversicherung belasten will. Nicht wenige Menschen haben über die Riester Rente einen Weg gefunden, Lücken in der Finanzierung des Lebensabends auszugleichen und freuen sich schon jetzt aufgrund staatlich gewährleisteter Zuzahlungen über einen Lebensstandard im fortgeschrittenen Alter, der dem früheren Leben um nichts nachzustehen braucht. Nicht zufällig erfreut sich das Riester Modell einer zunehmenden Beliebtheit.
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