Speedriden – Was ist das genau?
von Nadine Seifert am 26.10.2008 Speedriden, auch Speed Riding genannt, ist eine neue Trendsportart, aus einer Kombination von Skifahren und Paragliden.
Entstanden ist Speedriden im Winter 2005 in Frankreich, wo französische Skifahrer Fallschirme benutzten, um nach Sprüngen weich zu landen.
Da die herkömmlichen Fallschirme aber ziemlich groß sind, wurden kleinere Gleitschirme entwickelt, die nur etwa 10 bis 14 m² groß sind. Wer den Sport mal ausprobieren möchte, kann sich solch einen kleinen Gleitschirm auch zusammen mit der Skiausrüstung leihen. Eine vollständige Ausrüstung zum Speedriden besteht neben den Skiern oder dem Snowboard aus dem Gleitschirm, einem Rucksack inklusive Gurtzeug und einem Schnellpacksack und wiegt etwa 3 KG.
Wer noch Anfänger ist, sollte zunächst in einem Kurs das Speedriden lernen, hier kann man auch die Ausrüstung und eine Skiausrüstung leihen, um zu testen, ob dieser Sport vielleicht das neue Lieblingshobby wird. Es ist aber wichtig, sich mit der Technik des Gleitschirms vertraut zu machen, um sicher fliegen und landen zu können. Anfänger fahren zunächst auf flachen Pisten und versuchen, kleine Erhebungen als Sprungbrett zu nutzen und ein Stück weit zu fliegen. Man nutzt immer die Auftriebskraft des Gleitschirms, um später auch über hohe Klippen zu springen, ohne sich zu verletzen.
Bei Abfahrten fährt man mit 70 – 80 km/h über die Piste und kann sich mit Hilfe der Bremsleinen vor Bodenwellen abdrücken und durch die Luft schweben. Vor allem nach steilen Kurven kann diese Schwebephase mehrere hundert Meter lang sein. Als Speedrider sucht man aber immer wieder Bodenkontakt.
In Österreich benötigt man zum Speedriden eine Gleitschirmlizenz, in der Schweiz das Gleitschirm-Brevet plus die Speedflying-Erweiterung, in Deutschland wird die rechtliche Situation noch geklärt.
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