Zypern für Naturfreunde
von Andreas Mettler am 03.12.2008 Politisch ist Zypern noch immer eine brisante Region. Der südliche Teil der Mittelmeerinsel wird von Griechenland verwaltet, der nördliche Teil ist von der Türkei besetzt. Während die Zugehörigkeit des Südens von Zypern weltweit große Zustimmung gefunden hat, fehlt der türkischen Besetzung Zypern bislang jede völkerrechtsmäßige Anerkennung. So wird der kalte Krieg zwischen Griechenland und der Türkei auch als ein wesentliches Kriterium angesehen, das einen Beitritt der Türkei in die Europäische Gemeinschaft bislang schwer, wenn nicht gar unmöglich macht: Die Folgen für die EU wären unabsehbar, befänden sich zwei ihrer Mitgliedsstaaten miteinander im Kriegszustand. Unabhängig von der politischen Situation, wie sich sich in der Vergangenheit darstellte und den möglichen gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Zukunft bringen wird, ist insbesondere der griechische Teil Zyperns ein beliebtes Reiseziel für den Naturfreund Mitteleuropas. Als besonderes Highlight zeigt sich in diesem Zusammenhang die Akamas Halbinsel, die den Reisenden nicht nur mit mehr als 500 Pflanzenarten begeistert, sondern auch mit einer Vielfalt von mehr als 200 Vogelarten zu interessieren weiß. Naturlehrpfade mit einer Länge von bis zu sieben Kilometern laden ein für eine Wanderung mit besonderen Erlebnissen in punkto Flora und Fauna. Die Strände von Akamas sind nur wenig touristisch Erschlossen und dienen dem Schutz der vom aussterben bedrohten Meeresschildkröten. Besser aufgehoben fühlt sich der Tourismus im kleinen Fischerstädtchen Latsi, das mit vielen Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten zum touristischen Mittelpunkt der Reisenden auf Akamas geworden ist.
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