Der Energieausweis als Pflicht
von Lisa Maier am 02.02.2009 Ein neues Gesetz hat Deutschland im Griff, ab dem 01.01.2009 ist der Energieausweis Pflicht geworden. Nach einer Übergangsphase muss nun jeder Immobilienbesitzer, seien es Wohnungen, Häuser oder Bürogebäude, einen Energieausweis für sein Gebäude vorlegen können. In erster Linie dient die neue Ausweispflicht dazu, eine bessere Transparenz für den Mieter und Käufer auf dem Immobilienmarkt zu schaffen. Diese erzwungene Konkurrenz soll auf der anderen Seite den Vermieter oder Verkäufer dazu anhalten, seine Gebäude möglichst energiearm auszustatten. Dazu gehören zum Beispiel gut abgedichtete Fenster und Türen, eine vernünftige Isolierung der Wände und Decken und auch zuschauen, ob man nicht erneuerbare Energie verwenden und anbieten kann. Solche Umbauten und Sanierungen werden zum Teil sogar staatlich gefördert. Hierzu findet man zahlreiche Informationen online. So wird zum Beispiel der Bau einer Solaranlage bezuschusst, so dass es diese Anschaffung nicht nur für Vermieter interessant wäre, sondern auch für Menschen, die planen ein eigenes Haus zu bauen. Heute tragen die Energiekosten einen wesentlichen Teil der monatlichen Ausgaben, so dass man mit den richtigen Maßnahmen über das Jahr gesehen schon ein paar hundert Euros sparen kann. Solaranlagen, Pelletheizungen und auch ein so genannter „Blower Door Test“ können die monatlichen Energiekosten senken und tragen dazu bei die Umwelt zu schonen. So wird der „Blower Door Test“ schon im Vorfeld eines Hausbaus ausgeführt. Ist das Grundgemäuer fertig und Fenster und Türen eingebaut, wird das Haus luftdicht versiegelt und mittels Wärmezufuhr und Wärmebildkamera undichte Stellen aufgedeckt. Kaum jemand ist sich bewusst, wie viel Energie durch undichte Stellen in den Fenstern verloren gehen kann. Schon ein kleiner Ritz in einem Fenster sorgt nicht nur für unschöne und vor allem ungewollte Zugluft, die entweichende Wärme muss zwar bezahlt werden, hat aber keinen Nutzen. Mit all diesen Faktoren kann man sich ein energiearmes Haus erschaffen und die Kosten wesentlich senken. Der Vermieter hingegen steigert mit einer energiearmen Wohnung den Anreiz diese zu vermieten und sorgt langfristig für eine Wertsteigerung seines Besitzes.
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