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Dampfkessel

von Nils Demert am 11.05.2009

Dampfkessel
© Karl-Heinz Laube / pixelio.de
Energie in Bewegung umzusetzen ist seit langem bekannt. So war es Standart die durch das Gefälle in einem Fluss- oder Bachbett entstehende Wasserkraft zu nutzen, um sie beispielsweise in die Bewegung eines Mühlrades zu leiten. Auch der Wind wurde bereits im Altertum genutzt, um das gleiche Resultat zu erzielen. Bei diesen Antrieben war der Nutzer jedoch immer vom Ort und den damit verbundenen Energien abhängig.

Für eine Fahrbewegung beispielsweise sind diese Energiequellen ungeeignet.
Erst später entwickelten findige Menschen eine Energiegewinnungsanlage, die es möglich macht ortsungebunden nötige Energie zu erzeugen. Sie erfanden den Dampfkessel.

Die Idee ist relativ alt. Schon im 18. Jahrhundert war ein dampfgetriebenes Fahrzeug entwickelt, welches sich allerdings nicht durchsetzen konnte. Alleine die Kosten zur Herstellung eines brauchbaren D. waren enorm.

Erst im 19.Jahrhundert wurden die entsprechenden Erfindungen und Herstellungsverfahren entwickelt, um ein kostengünstiges und nutzbares Fahrzeug zu entwickeln, welches mit Hilfe von Dampf, der im Entsprechenden erzeugt wurde, eigenständig angetrieben fahren konnte.

Die Funktionsweise ist relativ einfach.
Ein aus Metall bestehender Holraum, in welchem sich eine bestimmte Menge Wasser befindet, wird erhitzt. Dies geschieht oft mit einem Feuer unterhalb dieses. Durch die Hitze fängt auch das enthaltene Wasser an und wird heiß. Bald kocht das Wasser. Nun wechselt sein Aggregatzustand von flüssig in gasförmig. Wasserdampf entsteht.

Durch diesen Wasserdampf erhöht sich automatisch der Druck. Wird nun ein entsprechendes Ventil geöffnet, kann der Wasserdampf auf Grund des entstandenen Druckes entweichen. Wird dieser kraftvolle Dampfstrahl nun über eine Turbine geleitet, kann der Druck in Bewegung umgewandelt werden. An einer an der Turbine angebrachten Welle können nun die vielfältigsten Werkzeuge und Arbeitsgeräte, aber auch die Antriebsräder eines Fahrzeugs befestigt werden.

Lässt der Bediener mehr Dampf entweichen, dreht sich die Turbine entsprechend schneller. So ist eine genaue Portionierung, eine art Geschwindigkeitsregelung möglich. Ist dieser auf einem Fahrzeug montiert, dieses auf Schienen fixiert, haben wir eine altbekannte Dampflokomotive.

Betrachtet man sich nun die enorme Industrie- und Technikentwicklung des vergangenen Jahrhunderts, macht sich nun noch bewusst was alles durch Dampf betrieben wurde, wird schnell klar wie wichtig die Erfindung und die Entwicklung für unsere heutige moderne Gesellschaft war.
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