Kinder zeugen für die Rentenkasse
von Andreas Mettler am 02.06.2009 Ob Kindergelderhöhungen oder Ausbau der Kinderkrippen, was unsere agile Bundesfamilienministerin auch tut, die Deutsche Nation gibt sich nach wie vor etwas zimperlich darin, den Nachwuchs unseres Volkes zu sichern. Es kann zugegebenermaßen einen nicht unerheblichen Spaß bereiten, Kinder zu zeugen, doch ist damit meist auch eine persönliche Verantwortung verbunden, die sich nicht selten über 20 Jahre oder mehr erstreckt. Wer kann heute noch voraussagen, dass der eigene Arbeisplatz über Jahrzehnte hinweg gesichert sein wird? Was lässt sich über den Ausgang der akuten Krise und über mögliche weitere Krisen in den kommenden Jahren vorhersagen? Eine Familie mit Kindern steht für hohe Kosten beim Lebensmitteleinkauf, Investitionen für die Bildung des Nachwuchses, eine größere Wohnung und ein geräumiges Auto. Wer Kinder hat, wird an den Abenden seltener ausgehen können, muss eigene Freizeitaktivitäten zurückstellen und darf damit rechnen, dass spätestens mit dem Eintritt der Pubertät des Nachwuchses die ersten grauen Haare wachsen. Und dennoch ist es äußerst wichtig, unsere Nation um Kinder zu bereichern. Denn die Kinder von heute sind die Arbeitnehmer von morgen und schon jetzt zeigt die demographische Entwicklung, dass es schwierig werden könnte, über die öffentlichen Rentenkassen die Rentnergeneration von morgen zu versorgen. Glücklich ist, wer in diesem Zusammenhang privat vorsorgt. Es gibt verschiedene Konzepte der privaten Altersvorsorge, aber insbesondere die Riesterrente, die über öffentliche Zulagen untestützt wird, scheint sich (nach anfänglichen Startschwierigkeiten) hier zum Erfolgskonzept zu entwickeln.
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