Endlich im trockenen Bett aufwachen
von Andreas Mettler am 11.08.2009 Wenn Kinder lernen sollen, ohne Windel auszukommen, ist das ein Prozess, bei dem jede Familie individuell verschiedene Erfahrungen macht. Die Kinder tagsüber „trocken“ zu bekommen, ist häufig wesentlich einfacher, als zu lernen, auch nachts ohne Einnässen zu schlafen. Normalerweise schaffen dies die meisten Kinder bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres. Es gibt viele mehr oder weniger hilfreiche Tipps und Tricks, die Müttern und Vätern bei der Lösung dieses Problems helfen sollen. Klappt das nicht so einfach oder hat das Kind vielleicht schon einmal über einen längeren Zeitraum nicht mehr eingenässt und beginnt dann wieder damit, machen sich viele Eltern Sorgen. Die Kinder leiden ebenfalls darunter, immer wieder in einem nassen Bett aufzuwachen. Sie schämen sich und das wirkt sich auf das Selbstwertgefühl der Kleinen aus. Es ist ein heikles Thema und nicht allen fällt es leicht, darüber zu sprechen. Dennoch sollten dringend die Ursachen abgeklärt werden, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Aber selbst wenn Eltern und Kinder sich für den Weg zum Arzt entscheiden, nehmen nicht alle die Sache gleich ernst. Oftmals wird empfohlen, einfach abzuwarten. Bei einem Teil der Kinder ist das tatsächlich ratsam und es klappt plötzlich mit einem trockenen Bett. Der andere Teil leidet weiter und dann sind gute Lösungen gefragt. Eine Variante, die entwickelt wurde, um die Kinder zu trainieren ihren Harndrang zu kontrollieren, sind Klingelmatratzen oder Klingelhosen. Kinder können mit einer s.g. Klingelhose lernen, rechtzeitig wach zu werden, bevor das Malheur passiert. Ein Feuchtigkeitssensor meldet rechtzeitig, wenn die ersten Harntröpfchen entweichen. Dann wird das Kind geweckt und zum WC gebracht.
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