Jobs in der IT-Branche - Viele Wege führen zum Ziel
von Claudia Berg am 03.11.2009 Jobs in der IT-Branche – Viele Wege führen zum Ziel
Jobs in der IT-Branche versprechen derzeit einen sicheren Start in den Berufsalltag. Kaum ein Ausbildungswesen verspricht derzeit mehr Zukunftspotential als dieses. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne das elektronische Hilfsmittel PC aus. Jobs für IT-Experten lassen sich so fast überall finden. Nicht nur in technisch spezialisierten Unternehmen sind die Experten gefragt. Auch anderweitige Branchen, die thematisch zunächst einmal nichts mit dem Gebiet IT zu tun haben, wie die Berufszweige Verlagswesen und Marketing, beschäftigen meist eine gewisse Mindestanzahl an IT-Experten. Der Weg zum Traumberuf lässt sich dabei über viele Ausbildungsvarianten bestreiten. Der wohl am praktisch orientierteste Ausbildungszweig betrifft die Ausbildung im Betrieb. Hier werden Grundlagen zu der Planung, Einrichtung und Betreuung von IT-Systemen vermittelt. Allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Informatikkaufleute sollen neben einer breitgefächerten IT-Ausbildung auf jeweils eine Branche zugeschnittene Fachkenntnisse erwerben, um durch diese Kenntnisse gewährleitet später die richtige IT-Ausstattung für ihr Unternehmen, planen, beschaffen, anpassen und betreuen zu können. Fachinformatiker hingegen erhalten entweder eine fundierte Ausbildung zum Anwendungsentwickler. Als dieser entwerfen und verbessern sie Software. Oder sie erhalten eine Ausbildung zum Systemintegrator. In diesem speziellen Berufsbild konfigurieren und betreuen sie IT-Systeme. Weiterhin ist es möglich eine Ausbildung zum IT-System-Fachkäufer oder IT-Systemelektroniker zu machen. Während ersterer Soft- und Hardwaresysteme an Unternehmen verkauft und gegebenenfalls Schulungen zur Anwendung der verkauften Systeme gibt, planen, installieren und reparieren letztere vorrangig Computer-, Fest- oder Funknetze inklusive der Stromversorgung. Zu den betrieblichen Ausbildungen ist zu sagen, dass diese über ein dual angelegtes System erfolgen. Innerhalb von drei Jahren wird theoretischer Unterricht in der Berufsschule ergänzt durch eine vorwiegend praktische Ausbildung im Betrieb. Eine Alternative zur betrieblichen Ausbildung stellt das Lernen an einer Berufsfachschule dar. Je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, handelt es sich hierbei um eine schulische Vollzeitausbildungen an Berufsfachschulen oder -kollegs. Diese meist anderthalb- bis dreijährigen IT-Ausbildungen haben Bezeichnungen wie Informatikassistent mit Schwerpunkten wie Technik, Wirtschaft, Softwaretechnologie, Multimedia oder auch Medizinökonomie. Häufig kann man gleichzeitig auch die Fach- oder allgemeine Hochschulreife erwerben, die Eintrittskarte zum Studium. Als IT-Studenten derzeit sind Deutschlandweit 5.200 Interessierte eingeschrieben. Jeder 2 bricht laut Angaben des Branchenverbandes BITKOM sein Studium wieder ab. Die Vorteile eines Studiums im IT-Bereich berufen sich jedoch auf die spätere Variantenvielfalt bei der Berufswahl. Hinzuzuzählen ist natürlich auch ein besseres Gehalt. Entscheiden kann man zwischen zwei Hauptrichtungen: Informatik oder Informationstechnik. Während bei der Informationstechnik die wissenschaftlichen Grundlagen von Software im Mittelpunkt stehen, setzt sich die Informationstechnik mit den für die Entwicklung von Hardware notwendigen Prinzipien und Verfahren auseinander. Mit Studiengängen im Wirtschafts-, Medien-, Bioinformatik, technische Informatik oder Computervisualistik spezialisieren. Wählen kann der angehende Student zusätzlich zwischen einem Studium an der Fachhochschule oder der Universität. Ein Studium an der Fachhochschule ist dabei weitaus praxisbezogener als ein Studium an der Universität, wo die angebotenen Studiengänge starker den Forschungsaspekt betonen. Nach den neuen Studienregeln sind die meisten Studiengänge im IT-Bereich nur noch als Bachelorstudiengang zu belegen. Dieses drei Jahre lange Studium vermittelt erste Berufsqualifizierende Fähigkeiten und kann direkt im Anschluss daran oder nach einer kurzen Unterbrechung zur Orientierung in der Berufswelt mit dem Master als Aufbaustudium fortgesetzt werden. Allgemein gilt zu beachten, dass der Weg in die IT-Branche durch ein Studium nicht vereinfacht wird. Neben den hauptsächlich theoretischen Lehrinhalten sollte der Student möglichst schnell praktische Erfahrungen sammeln über Nebenjobs und Praktika parallel zum Studienalltag. Dies ermöglicht das gegenüber eingeschriebenen Studenten, die in ihrer Studienzeit noch nicht soviel praktische Erfahrungen gesammelt haben, einen schnelleren Einstieg in die Berufswelt. Laut des Hightech-Verbands BITKOM bietet die IT-Branche einen recht gesicherten Arbeitsplatz nach Abschluss der jeweils gewählten Ausbildungsform. Insbesondere gern genommen sind dabei IT-Berater und IT-Leiter, die im Durchschnitt ein Gehalt von 53.000 bis 83.000 auf das Jahr hochgerechnet verdienen. Wer sich also sicher ist, dass das angestrebte Berufsfeld IT-Experte zu Person, Fähigkeiten und angestrebten Lebensweg passt, der wird über eines der angeführten Spezialgebiete sicherlich nicht nur ein passgenaues Arbeitsfeld finden, sondern auch ein gesicherten Arbeitsplatz mit einer Menge Fortbildungspotential und einem offensichtlich gutem Gehalt.
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