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Noch mehr zum Themenkreis:Musical GeniusMit Covermusik zum SuperstarStars und ihre Marotten
von Andreas Mettler am 17.03.2010
Die Zeitschriften sind voll von Marotten und Skandälchen derer, die in der Öffentlichkeit stehen. In einer Zeit, in der die Nachrichten sich selbst jagen, in der Bilder von Katastrophen schneller um die Welt laufen als das Begreifen bei den Betroffenen dauert, ist jeder Mensch froh, wenn von den großen Problemen auf kleine Unzulänglichkeiten abgelenkt wird. Viele wollen sich keine Gedanken über Schwierigkeiten, Katastrophen und allen Ärger machen sondern lachen lieber über die kleinen Besonderheiten der Stars. Da gibt es jemanden, der bei seinen Konzerten auf einer ganz bestimmten Wassersorte besteht, ohne die er nicht auftritt.
Der Star hat zugenommen, dieser leidet an Magersucht - oder so wird es wenigstens in der Regenbogenpresse vermutet. Diejenigen, die nicht in Klatschblättern, Sensations - Sendungen und Verrissen auf Internetseiten auftauchen, werden bewundert und meist noch wesentlich höher geschätzt als die, die die Welt an ihrem Leben bis ins kleinste Detail teilhaben lassen. Menschen, die aus verschiedensten Gründen in der Öffentlichkeit stehen, nutzen vermehrt das Medientraining, damit ihnen keine gravierenden Fehler unterlaufen. Die Schulung auf den Umgang mit Kamera, Mikrofon und Fotoapparat beinhaltet meist auch ein genaues Studium von Gestik und Mimik, ähnlich dem Schauspielunterricht. Gerade weil bei den heutzutage üblichen Hochleistungskameras keine großen Gesten mehr gefordert sind, können auch kleine Fehltritte ein Rauschen im Blätterwald auslösen, das sich nach einem großen Skandal anhört. Daher ist die Selbstkontrolle des Einzelnen genau so gefordert wie die Kontrolle eines wohlmeinenden Beobachters von außen, der deutlich sagt, wie Gestik und Mimik über Kamera oder Fotoapparat beim Zuschauer oder Leser ankommt.