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Noch mehr zum Themenkreis:Für jedes Problem eine LösungWie viele LEDs sollen es sein?Ein gut sortierter HobbykellerBioenergie für die ZukunftKann ein Geschirrspüler an den Warmwasserkreislauf angeschlossen werden?
von Frank Radler am 10.04.2010
Zuerst sollte geklärt werden, ob der Anschluss der Geschirrspülmaschine an den Warmwasserkreislauf energietechnisch und kostenseitig Sinn macht. In der Regel gilt, dass, wenn das Brauchwasser nicht durch Strom aus dem Netz erhitzt wird und ein Warmwasserspeicher verwendet wird, der Umbau Erfolg versprechend ist. Das bedeutet also, dass sich der Anschluss lohnt, wenn das Warmwasser durch Öl, Gas, Holz oder Solarenergie erzeugt wird. Die Wassertemperatur darf dabei 60 Grad nicht überschreiten, es sei denn, der Geschirrspüler ist ausdrücklich für den Anschluss an Solaranlagen, also an Warmwasserzulauf, ausgelegt.
Zu beachten ist auch, dass möglicherweise die Gewährleistung des Herstellers erlischt, wenn das Gerät an den Warmwasserkreislauf angeschlossen ist. Ob sich der Umbau lohnt, hängt auch von weiteren Überlegungen ab. Gewöhnlich nutzt ein Geschirrspüler nicht nur selbst aufgeheiztes Warmwasser, sondern auch Kaltwasser. Nur, wenn Warmwasser notwendig ist, wird dieses auch erhitzt. Ist die Spülmaschine dagegen am Warmwasserkreislauf angeschlossen, wird immer Warmwasser angefordert. Ferner kühlt sich das mit beispielsweise 60 Grad aufgeheizte, vom Warmwasserkreislauf angelieferte Wasser während der Spülvorgänge ab und muss erneut – diesmal von der Maschine – erhitzt werden. Dabei ist nicht jede Brauchwasseranlage auf eine Wassertemperatur von 60 Grad eingestellt; viele kommen mit 45 bis 55 Grad aus. Die Maschine muss demnach noch mehr „mithelfen“. Dies reduziert den Vorteil erheblich.
Der Nutzwert der Umstellung hängt also im hohen Maße von der Energiequelle ab. Wird das Warmwasser mit Strom erzeugt, so lohnt sich der Anschluss nicht, da der Geschirrspüler wesentlich zielgenauer das Wasser erwärmen kann.
Bei der klassischen Heizung mit Öl oder Gas geht es um die Frage, ob das Warmwasser aus Komfortgründen eh zirkuliert. Dann lohnt sich der Anschluss, wobei aber klargestellt werden muss, dass die permanente Warmwasserzirkulation ein Luxus ist, sofern sie mit Öl oder Gas betrieben wird. Die Verlustrate ist recht hoch.
Zirkuliert das Wasser nicht, so läuft nach Nachfordern des Warmwassers seitens des Geschirrspüler eine nicht unerhebliche Menge Kaltwasser ins Gerät (zwei bis fünf Liter; kann man am Waschbecken in der Nähe des Geschirrspülers testen). Dieses Kaltwasser muss der Spüler selbst erhitzen.
Bei Öl- und Gasthermen muss auch beachtet werden, dass diese nicht nur den fossilen Brennstoff verbrauchen, sondern auch Strom zur Steuerung. Bei einer holzbetriebenen (Pellet) Anlage ergeben sich ähnliche Überlegungen, die Umrüstung kann durch die niedrigeren Energiekosten aber von Vorteil sein.
Fast bedenkenlos empfiehlt sich der Wechsel, wenn die hauseigene Solaranlage für das Warmwasser sorgt.Weitere Informationen:Passendes Werkzeug für die Reparatur
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