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Noch mehr zum Themenkreis:Dokumente besser archivierenLaserdruckerMit Keyloggern clever speichernDatenverlust kann teuer werden

Umweltfeind Computer

von Andreas Mettler am 19.05.2010

Hätten Sie gedacht, dass Computer schlecht für die Umwelt sind? Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein. Wer erinnert sich nicht an die Vision vom papierlosen Büro? Dass es bei der Vision geblieben ist, weiß jeder, der schon einmal im Beruf mit Computern zu tun hatte – oder auch nur zuhause. Sicher, im Prinzip bräuchten wir schon lange so gut wie nichts mehr auszudrucken. Alles, was wichtig ist, haben wir ja in Form von Dateien auf der Festplatte liegen, oder sogar online bei irgendeinem Dienstleister – im Zuge des sogenannten Cloud Computing. Sicherheitskopien machen wir natürlich auch, und wenn wirklich einmal nicht genug Speicher im Computer vorhanden ist, benutzen wir eben externe Speichermedien als Erweiterung. Und doch: Was wirklich wichtig ist, möchten wir immer noch gerne schwarz auf weiß, sprich ausgedruckt, besitzen.

Die meisten von uns lesen umfangreiche Informationen auch lieber in Form eines Ausdrucks auf Papier. Und tatsächlich hat die moderne Textverarbeitung zu einem sogar erhöhten Papierverbrauch geführt. Hatte man früher auf einer DIN A4-Seite einen Tippfehler, griff man zum Tipp-Ex, statt die ganze Seite noch einmal abzutippen. Heute verbessert man einfach den Fehler in der Datei und druckt alles noch einmal aus. Und ändert dann die Schriftart, und noch ein Ausdruck... Aber das wiederholte Ausdrucken und das damit verbundene Fällen von Bäumen sind bei weitem nicht das einzige Vergehen der modernen Technologie an der Umwelt. Computer müssen ja irgendwann auch verschrottet werden, und wir alle wissen inzwischen, dass dabei eine Menge Sondermüll anfällt. Es gibt aber noch einen weiteren wesentlichen Faktor, über den bisher nur die wenigsten Menschen nachdenken: den Energieverbrauch großer Computeranlagen. In fast jeder größeren Firma auf der Welt gibt es heute ein eigenes Rechenzentrum. Und in denen wird nicht nur Strom verbraucht, um die Computer am Laufen zu halten – nein, es wird auch sehr viel Energie verbraucht, um die sogenannten Serverräume zu kühlen, damit sich die Computer auch „wohlfühlen“ und nicht kaputtgehen. Dabei ist das längst nicht mehr nötig – nur hat sich das noch nicht herumgesprochen. Beispielsweise spart ein energieeffizientes Rechenzentrum mit moderner Technik schon heute gut 65% des Stromverbrauchs von vor sieben Jahren. Leider passiert das bisher nur in den wenigsten Fällen – das sollten Umweltschützer einmal publik machen.
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